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Stichwort: Kinder

Der Irrtum:
Da schiebt man immer Kinder und Jugendliche vor, das ist doch reine Heuchelei.
Die Wahrheit:
Die Zahl der jugendlichen Raucher in Österreich ist extrem. Nichtraucherschutz funktioniert noch nicht mal für Babies und Kinder.

Das durchschnittliche Einstiegsalter für Raucher liegt bei 12-13 Jahren. Erste Krebsfälle treten deshalb schon im jungen Erwachsenenalter auf. Tabakprävention (Vorbeugung vor dem Konsum dieses Suchtmittels) ist in Österreich noch weitgehend unbekannt.

Man darf Babys mit ins verrauchte Kaffeehaus nehmen, man darf ihnen den Qualm ins Gesicht blasen, man darf ihnen sogar Zigaretten überlassen, lediglich der Verkauf an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist verboten. Kinder und Jugendliche kommen immer noch problemlos an Zigaretten heran. Die extreme Anzahl an jungen Rauchern beweist es.

Oft ist das Rauchverhalten der Erwachsenen die Ursache für den frühen Einstieg der Jugendlichen. Es gibt aber keinerlei Bemühungen um die schlechte Vorbildwirkung der Erwachsenen zu unterbinden.

Wir können nicht verhindern, dass Kinder trotzdem mit dem Rauchen beginnen, aber ein Rauchverbot kann mithelfen, dass sich Kinder der Gefahr bewusst werden, die Tabakprodukte einfach haben. Klare Regeln an die sich sogar Erwachsene halten müssen helfen zu begreifen, dass Tabakprodukte nicht harmlos sind.

Jeder hat das Recht selbst die Entscheidung zu treffen ob er sich einem Suchtrisiko aussetzen will, vielen wird diese Entscheidung aber bereits im Kindesalter weggenommen. Kinder sind sich nicht bewusst, was es bedeutet süchtig zu sein. Trotzdem kommen die meisten Raucher schon in diesem Alter mit Tabakprodukten in Kontakt.


Weiterführende Stichworte: Einstiegsalter , Jugendliche , Kinder , Nikotinersatztherapie , Tabakprävention , ...
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Der Irrtum:
Wenn man das Rauchen in Lokalen verbietet wird zuhause mehr geraucht,
und dadurch werden Kinder erst recht geschädigt.
Die Wahrheit:
Funktionierender Nichtraucherschutz führt dazu, dass insgesamt weniger geraucht wird, auch zuhause. Dadurch werden Kinder und Jugendliche auch dort besser geschützt.

Diese Behauptungen, dass durch ein Rauchverbot Kinder geschädigt würden, kommen in vielfältiger Weise von den Gegnern eines funktionierenden Nichtraucherschutzes. Er besagt also, dass Raucher ungehemmt ihre eigenen Kinder schädigen würden. Wenn das so ist, dann ist es umso dringender notwendiger endlich Maßnahmen zu setzen, die das rücksichtslose Rauchen verbieten. Der Schutz der Kinder und Jugendliche sollte auch für Raucher selbstverständlich sein.


Weiterführende Stichworte: Jugendliche , Kinder , Verschiebung des Problems , Zuhause rauchen , ...
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Der Irrtum:
Der Staat darf sich in private Bereiche nicht einmischen.
Die Wahrheit:
Gesundheitsschutz und Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Sucht ist eine grundlegende Aufgabe eines Staates.

Natürlich darf der Staat sich einmischen, wenn Personen durch das Fehlverhalten anderer Personen geschädigt werden. Der Staat regelt auch das Zusammenleben seine Bürger und derzeit ist die Situation bezüglich Tabakrauch weder fair noch gibt es einen ausreichenden Schutz der Nichtraucher, des Gastronomiepersonals oder der Kinder und Jugendlichen.


Weiterführende Stichworte: Angestellte , Faires Zusammenleben , Gesundheitsrisiko , Jugendliche , Kinder , Personal , Tabakpolitik , ...
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Der Irrtum:
Es ist mein Leben und mein Risiko wenn ich rauche.
Die Wahrheit:
Rauchen betrifft nicht nur den Raucher, durch das Raucher werden auch die Menschen in der Umgebung des Rauchers gefährdet.

Wenn sich Erwachsene sich dafür entscheiden dieses Risiko in Kauf zu nehmen so sollen sie das tun.
Es ist aber inakzeptabel dass dadurch die Schädigung anderer in Kauf genommen wird.
Und es ist inakzeptabel, dass Kinder und Jugendliche süchtig gemacht werden.


Weiterführende Stichworte: Gesundheitsrisiko , Jugendliche , Kinder , Schädlichkeit , ...
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Der Irrtum:
Sie müssen ja nicht rauchen wenn Sie nicht wollen.
Die Wahrheit:
Tabakrauch ist allgegenwärtig.

Schon Babys inhalieren Tabakrauch, wenn man sie im Auto oder zuhause zwangsbequalmt.
Babys und Kleinkinder werden in verrauchte Lokale mitgenommen.
Kinder werden bereits süchtig gemacht, Jugendliche können sich gegen den unfairen Gruppenzwang kaum wehren.
Nichtraucher werden täglich durch Tabakrauch belästigt und krank gemacht.
Raucher werden durch Tabakrauch krank, die Kosten trägt die Allgemeinheit, Raucher sterben oft viel zu früh.

Stoppt diesen Wahnsinn, schafft endlich ein brauchbares Gesetz.
Kein Wirtschaftszweig hat das Recht sich dermaßen in unser privates Leben einzumischen.


Weiterführende Stichworte: Autos , Kinder , Zuhause rauchen , Zwang zum Mitrauchen , ...
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Der Irrtum:
Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen ob er rauchen will oder nicht.
Die Wahrheit:
Nichtraucher werden oft unfreiwillig dem Passivrauch ausgesetzt, man nimmt also Nichtrauchern eine Freiheit die von Rauchern oft rücksichtslos eingefordert wird.

Kellner können meist nicht frei entscheiden. Sie werden zum Mitrauchen gezwungen. Kinder und Minderjährige werden ebenso oft unfreiwillig dem Qualm ausgesetzt. Minderjährige werden zum Rauchen verführt. Oft werden sie vom Nikotin abhängig und können nicht mehr frei entscheiden ob sie rauchen wollen oder nicht.

Immer dann wenn andere durch rücksichtsloses Ausleben einer Freiheit nachteilig betroffen sind, dann ist es notwendig diese Freiheit sinnvoll zu regulieren und sie eventuell auch zu beschränken.


Weiterführende Stichworte: Freie Entscheidung , Freiheit , Kinder , Personal , Rücksichtslosigkeit , ...
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Der Irrtum:
Das Gesundheitsrisiko liegt in der Eigenverantwortung des Rauchers, der behauptete Gesundheitsschutz spricht den Rauchern ihre Eigenverantwortung ab.
Die Wahrheit:
Tabakprodukte machen süchtig, etwa 2 Drittel aller Raucher beginnen damit in einem Alter in dem sie noch nicht mal annähernd die Gefahren der Sucht abschätzen können. Hier ausschließlich von Eigenverantwortung zu sprechen ist nicht richtig.

Das Suchtpotential von Nikotin ist annähernd so stark wir Heroin. Niemand mit Verantwortungsbewusstsein würde Eigenverantwortung bei anderen schwer süchtig machenden Drogen als Argument bringen. Im Gegenteil, es liegt in der Verantwortung des Staates Kinder und Jugendliche vor diesem süchtig machenden Produkt zu schützen.


Weiterführende Stichworte: Eigenverantwortung , Jugendliche , Kinder , Sucht , ...
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Der Irrtum:
Ein Rauchverbot in Lokalen hat nichts mit Tabakprävention zu tun. Ob jemand zum Raucher wird oder nicht entscheidet sich nicht erst in der Gastronomie sondern bereits viel früher.
Die Wahrheit:
Natürlich braucht es verschiedene Maßnahmen um die Tabaksucht erfolgreich einzudämmen. Aber gerade das Rauchverbot in Lokalen war in vielen Ländern ein entscheidender Schritt.

In Österreich werden Kinder und Jugendliche auf mehrfache Weise zum Rauchen animiert, gerade die Vorbildwirkung der Erwachsenen ist ein wichtiger Faktor ob Kinder später mit dem Rauchen beginnen oder nicht. Es ist nicht sonderlich glaubwürdig, wenn Erwachsene vor den Gefahren des Rauchens warnen, wenn sie nahezu überall rauchen dürfen.
Kinder dürfen in Österreich alle Raucherlokale aufsuchen, sie sehen also, dass das Rauchen überall sozial akzeptiert ist und betrachten es als etwas Normales, was man genauso tut wie Essen und Trinken.

Dass ein Rauchverbot in Lokalen viel bringt zeigt sich z.B. in New York, dort sank die Zahl der Raucher seither stark ab.


Weiterführende Stichworte: Akzeptanz , Kinder , Rauchverbot , Tabakprävention , Vorbildwirkung , ...
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