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Stichwort: Tabaksteuer

Der Irrtum:
Wenn die Raucher weniger werden, dann verliert der Staat wichtige Einnahmen durch die Tabaksteuer, außerdem wird das Pensionssystem vermehrt belastet.
Die Wahrheit:
Volkswirtschaftlich gesehen versuchen Raucher einen großen Schaden.

Die Einnahmen durch die Tabaksteuer sind budgetär nur ein kleiner Punkt im Staatshaushalt, trotzdem die Kosten die durch Raucher aufgrund von Krankheit, Frühpension und verlorene Produktivität verursacht werden übersteigen die Einnahmen und die verminderten Ausgaben bei den Pensionen aufgrund des vorzeitigen Todes bei weitem.

Besonders bedauernswert ist aber der Verlust an Lebensjahren, es ist äußerst zynisch das Versagen in der Tabakpolitik durch behauptete finanzielle Einsparungen zu rechtfertigen.

Überlegungen bezüglich der wirtschaftlichen Folgen des Rauchens sind jedoch sinnvoll.
Das Ziel ist NICHT, den Mensch nur als Kostenfaktor zu sehen oder den Rauchern die entstehenden zusätzlichen Kosten zu verrechnen. Das Ziel ist, immer wiederkehrende Behauptungen zu entkräften, die einem sinnvollen Nichtraucherschutz im Wege stehen. Tabakpräventive Maßnahmen führen zu einem Rückgang der Raucher, NICHT aber zu einem behaupteten volkswirtschaftlichen Verlust.



Link: Rauchen kostete den östereichischen Staat 2010 659 Millionen Euro.

Weiterführende Stichworte: Kosten , Tabaksteuer , Todesfälle durch das Rauchen , ...
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Der Irrtum:
Die Evaluierung des Tabakgesetzes hat gezeigt,
dass sich die Österreicher für die Raumtrennung entschieden haben.
Die Wahrheit:
Es fand bisher keine echte Evaluierung statt.

Es wurde nie überprüft, wie viele Lokale sich tatsächlich an das Gesetz halten.
Es wurden die Auswirkungen auf das Rauchverhalten nie überprüft.

Natürlich ist es auch äußerst fragwürdig bei einem süchtig machenden Produkt das Volk durch eine Umfrage entscheiden zu lassen. Es ist ebenso absurd, bei einer unpopulären Maßnahme eine Umfrage als Entscheidungshilfe zu akzeptieren. Würde man das beispielsweise auch bei der Tabaksteuer machen?


Weiterführende Stichworte: Einhaltung des Tabakgesetzes , Evaluierung , Rauchverhalten , Raumtrennung , Sucht , Tabaksteuer , Umfrage , ...
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Der Irrtum:
Die Einnahmen durch die Tabaksteuer sind unverzichtbar.
Die Wahrheit:
Rauchen verursacht einen volkswirtschaftlichen Schaden.

Verlorene Lebensjahre durch Einnahmen und Gewinne aufwiegen zu wollen ist äußerst zynisch. Die Ausgaben durch tabakbedinget Erkrankungen und der Verlust an Einnahmen durch verlorene Arbeitsleistung übertreffen jedoch die Einnahmen durch die Tabaksteuer und die Ersparnisse bei den Pensionen durch frühzeitig verstorbene Raucher bei weitem.

Man muss auch nicht befürchten, dass es durch ein Rauchverbot schlagartig zu einem Ausfall der Einnahmen durch die Tabaksteuer kommt. Es werden nicht schlagartig alle Raucher mit dem Rauchen aufhören. Mittelfristig wird ein Rauchverbot einen Gewinn an Lebenszeit und einen finanziellen Gewinn bringen, denn mittelfristig kommt es so auch zu einer Reduktion der Gesundheitsausgaben. Diese Effekte gehen also Hand in Hand.


Link: Rauchen verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten.

Weiterführende Stichworte: Kosten , Tabaksteuer , ...
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Der Irrtum:
Die Tabaksteuer ist eine unverzichtbare Einnahmequelle für den Staat.
Die Wahrheit:
Die Tabaksteuer in ihrer jetzigen Form unterstützt den Nichtraucherschutz nicht ausreichend.
In Österreich versucht man lediglich Einnahmen über eine Sucht zu lukrieren.


Durch Erhöhung der Tabaksteuer ohne Zweckbindung für Gesundheit und Tabakprävention macht sich der Staat mitschuldig am Leid der Raucher. Es erinnert an das Zuhälterprinzip:
Schützend die Hand drüber halten und fest damit Geld verdienen.

Wo bleiben andere Maßnahmen? Weitreichende Rauchverbote helfen, dass Raucher leichter aufhören können, wenn sie das möchten. Rauchverbote helfen, dass Kinder erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen. Diese Erfahrung haben zahlreiche Länder gemacht.


Weiterführende Stichworte: Einnahmen für den Staat , Tabaksteuer , ...
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Der Irrtum:
Man sollte Leute die übergewichtig sind mehr Versicherung zahlen lassen,
Raucher müssen schließlich auch Tabaksteuer bezahlen.
Die Wahrheit:
Man sollte Themen nicht miteinander vermischen. Übergewicht ist die Folge ungesunder Lebensmittel, so wie Lungenkrebs eine Folge von Tabakrauchen ist. Niemand käme auf die Idee Krebspatienten mit einer höheren Versicherung zu belasten.

Besser wäre es die Tabaksteuer stark anzuheben und Steuern auf ungesunde Lebensmittel zu erhöhen, die Gelder kann man für Prävention und Gesundheit zweckbinden. Dann hätte man in beiden Fällen einen suchtpräventiven Effekt, man kann sich zuvor entscheiden ob man das Geld ausgeben möchte oder nicht und man schröpft nicht hinterher Leute die vielleicht schon als Kind in die Suchtfalle getappt sind.


Weiterführende Stichworte: Sucht , Tabaksteuer , Übergewicht , Versicherungen , ...
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