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Stichwort: Raumtrennung

Der Irrtum:
Jetzt gibt es ja eh die Raumtrennung, dadurch funktioniert es für alle gut.
Die Wahrheit:
Die Raumtrennung funktioniert nicht.

Niemand käme auf die Idee ein Konzert für klassische Musik neben einem Rockkonzert abzuhalten, niemand würde einen Rosengarten neben einem Misthaufen anlegen. Ähnlich unsinnig ist es, das Rauchen unmittelbar neben rauchfreien Räumen zu gestatten.

Die Raumtrennung bietet nachweislich keinen ausreichenden Schutz vor Feinstaub. In Bereichen die an Raucherräume angrenzen werden Feinstaubwerte gemessen, die höher sind als auf einer stark befahrenen Straße.

Eine Trennung schafft kein Miteinander. Man kann sich nicht durch eine Glaswand hindurch unterhalten.

In größeren Gruppen gibt es immer Raucher und Nichtraucher. Nahezu automatisch wählen solche Gruppen den Raucherraum, weil einige Raucher ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Das Recht der Nichtraucher auf saubere Luft wird dadurch weiterhin ignoriert.



Link: Feinstaubbelastung in Wiener Lokalen
Link: Getrennte Lokale bieten keinen ausreichenden Schutz vor Tabakrauch

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Passivrauch , Raumtrennung , Trennung , ...
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Der Irrtum:
Ich bin Wirt und hab die Räume getrennt, es kommen noch immer keine Nichtraucher zu mir.
Die Wahrheit:
Die Raumtrennung ist für Nichtraucher nicht wirklich attraktiv.


Rauch dringt fast immer auch in die Nichtraucherräume, da das Personal und die Gäste rein und raus gehen müssen. Messungen zeigten, dass die Feinstaubmengen in Nichtraucherbereichen oft deutlich höher sind als an stark befahrenen Straßen.

Das Konzept Raumtrennung ist auch deshalb nicht sinnvoll, da es in größeren Gruppen meist gemischt Raucher und Nichtraucher gibt. Fast automatisch wählt eine gemischte Gruppe den Raucherraum.

Zahlreiche Lokalbesitzer reservieren den unattraktiveren Raum für die Nichtraucher, dieser ist gelegentlich nicht mal beheizt. Das Personal ignoriert zum Teil sogar die Gäste im Nichtraucherraum, ihr Augenmerk gilt ja dem gewinnbringenderen Raum.


Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Gemischte Gruppen , Raumtrennung , ...
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Der Irrtum:
Nichtraucher haben kein Recht auf ihr eigenes Wirtshaus,
genauso wenig wie Vegane, oder Leute die koscheres Essen wollen.
Die Wahrheit:
Nichtraucher haben zumindest ein Recht darauf, dass das bestehende Gesetz eingehalten wird.

Das Tabakgesetz schreibt fest, dass ein Lokal über 50qm (bzw. 80qm in Ausnahmefällen) entweder einen abgetrennten Raucherraum hat oder als Nichtraucherlokal geführt wird. Das wird häufig missachtet.
Wenn das Lokal einen abgetrennten Raucherraum besitzt, muss die Tür außer zum Durchschreiten geschlossen sein, das wird nahezu überall missachtet. Tankstellen, Kinos, Möbelhäuser, Baumärkte...müssten schon längst rauchfrei sind, auch hier wird das Gesetz gerne ignoriert.

Ein Gesetz welches nicht durchgesetzt wird, ist nutzlos. Die Raumtrennung bietet nachweislich keinen ausreichenden Schutz vor krebserregendem Feinstaub. Das Gesetz ist auch nicht fair, es stehen nur wenige wirklich rauchfreie Lokale zur Verfügung. Dieses Gesetz führte nicht annähernd dazu, dass Nichtrauchen zur Normalität wurde.


Link: Die Feinstaubmengen im Raucherbereich überschreiten die Feinstaubmengen stark befahrener Straßen um ein Vielfaches.

Weiterführende Stichworte: Faires Zusammenleben , Feinstaub , Ignoranz , Raumtrennung , ...
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Der Irrtum:
Das Tabakgesetz steht für ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern und ein Klima in dem sich alle wohl fühlen.
Die Wahrheit:
Die derzeitige Gesetzgebung setzt auf Raumtrennung. Wie sollte durch eine Trennung das Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern gefördert werden?

Noch immer werden viele Nichtraucher durch den Rauch von den Lokalen ferngehalten. Durch ein generelles Rauchverbot ist ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern viel besser möglich. Raucher können kurz hinaus gehen um zu rauchen, das fuktioniert in vielen Ländern problemlos. Raucher und Nichtraucher können so gemeinsam im Lokal sitzen, essen und sich unterhalten. Saubere Luft schafft ein Klima in dem sich alle wohl fühlen.


Weiterführende Stichworte: Miteinander , Rauchverbot , Raumtrennung , Tabakgesetz , ...
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Der Irrtum:
Die Evaluierung des Tabakgesetzes hat gezeigt,
dass sich die Österreicher für die Raumtrennung entschieden haben.
Die Wahrheit:
Es fand bisher keine echte Evaluierung statt.

Es wurde nie überprüft, wie viele Lokale sich tatsächlich an das Gesetz halten.
Es wurden die Auswirkungen auf das Rauchverhalten nie überprüft.

Natürlich ist es auch äußerst fragwürdig bei einem süchtig machenden Produkt das Volk durch eine Umfrage entscheiden zu lassen. Es ist ebenso absurd, bei einer unpopulären Maßnahme eine Umfrage als Entscheidungshilfe zu akzeptieren. Würde man das beispielsweise auch bei der Tabaksteuer machen?


Weiterführende Stichworte: Einhaltung des Tabakgesetzes , Evaluierung , Rauchverhalten , Raumtrennung , Sucht , Tabaksteuer , Umfrage , ...
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