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Stichwort: Feinstaub

Der Irrtum:
Jetzt gibt es ja eh die Raumtrennung, dadurch funktioniert es für alle gut.
Die Wahrheit:
Die Raumtrennung funktioniert nicht.

Niemand käme auf die Idee ein Konzert für klassische Musik neben einem Rockkonzert abzuhalten, niemand würde einen Rosengarten neben einem Misthaufen anlegen. Ähnlich unsinnig ist es, das Rauchen unmittelbar neben rauchfreien Räumen zu gestatten.

Die Raumtrennung bietet nachweislich keinen ausreichenden Schutz vor Feinstaub. In Bereichen die an Raucherräume angrenzen werden Feinstaubwerte gemessen, die höher sind als auf einer stark befahrenen Straße.

Eine Trennung schafft kein Miteinander. Man kann sich nicht durch eine Glaswand hindurch unterhalten.

In größeren Gruppen gibt es immer Raucher und Nichtraucher. Nahezu automatisch wählen solche Gruppen den Raucherraum, weil einige Raucher ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Das Recht der Nichtraucher auf saubere Luft wird dadurch weiterhin ignoriert.



Link: Feinstaubbelastung in Wiener Lokalen
Link: Getrennte Lokale bieten keinen ausreichenden Schutz vor Tabakrauch

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Passivrauch , Raumtrennung , Trennung , ...
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Der Irrtum:
Der Schutz des Personals ist nur ein Vorwand, das Personal kann es sich ja selbst aussuchen wo es arbeiten möchte.
Die Wahrheit:
Die Angestellten haben bezüglich ihres eigenen Gesundheitsschutzes keine Entscheidungsfreiheit. Sie sind häufig einer hohen Schadstoffkonzentration ausgesetzt.

Das Personal muss sich oft bis zu 8 Stunden am Tag in Raucherräumen aufhalten.
Es gibt nicht genug reine Nichtraucherlokale. Der Lokalbesitzer wird den Wunsch seiner Angestellten ausschließlich in Nichtraucherräumen zu arbeiten wohl kaum akzeptieren.

Das Gastronomiepersonal hat so wie jede andere Berufsgruppe ein Recht darauf, vor krebserregenden Stoffen und Feinstaub geschützt zu werden. In Raucherbereichen werden Feinstaubmengen gemessen, die die Werte stark befahrener Straßen um das zehn- bis zwanzigfache übersteigen.


Link: Die Feinstaubmengen im Raucherbereich überschreiten die Feinstaubmengen stark befahrener Straßen um ein Vielfaches.

Weiterführende Stichworte: Angestellte , Feinstaub , Personal , Straßenverkehr , ...
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Der Irrtum:
Ich bin Wirt und hab die Räume getrennt, es kommen noch immer keine Nichtraucher zu mir.
Die Wahrheit:
Die Raumtrennung ist für Nichtraucher nicht wirklich attraktiv.


Rauch dringt fast immer auch in die Nichtraucherräume, da das Personal und die Gäste rein und raus gehen müssen. Messungen zeigten, dass die Feinstaubmengen in Nichtraucherbereichen oft deutlich höher sind als an stark befahrenen Straßen.

Das Konzept Raumtrennung ist auch deshalb nicht sinnvoll, da es in größeren Gruppen meist gemischt Raucher und Nichtraucher gibt. Fast automatisch wählt eine gemischte Gruppe den Raucherraum.

Zahlreiche Lokalbesitzer reservieren den unattraktiveren Raum für die Nichtraucher, dieser ist gelegentlich nicht mal beheizt. Das Personal ignoriert zum Teil sogar die Gäste im Nichtraucherraum, ihr Augenmerk gilt ja dem gewinnbringenderen Raum.


Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Gemischte Gruppen , Raumtrennung , ...
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Der Irrtum:
Nichtraucher haben kein Recht auf ihr eigenes Wirtshaus,
genauso wenig wie Vegane, oder Leute die koscheres Essen wollen.
Die Wahrheit:
Nichtraucher haben zumindest ein Recht darauf, dass das bestehende Gesetz eingehalten wird.

Das Tabakgesetz schreibt fest, dass ein Lokal über 50qm (bzw. 80qm in Ausnahmefällen) entweder einen abgetrennten Raucherraum hat oder als Nichtraucherlokal geführt wird. Das wird häufig missachtet.
Wenn das Lokal einen abgetrennten Raucherraum besitzt, muss die Tür außer zum Durchschreiten geschlossen sein, das wird nahezu überall missachtet. Tankstellen, Kinos, Möbelhäuser, Baumärkte...müssten schon längst rauchfrei sind, auch hier wird das Gesetz gerne ignoriert.

Ein Gesetz welches nicht durchgesetzt wird, ist nutzlos. Die Raumtrennung bietet nachweislich keinen ausreichenden Schutz vor krebserregendem Feinstaub. Das Gesetz ist auch nicht fair, es stehen nur wenige wirklich rauchfreie Lokale zur Verfügung. Dieses Gesetz führte nicht annähernd dazu, dass Nichtrauchen zur Normalität wurde.


Link: Die Feinstaubmengen im Raucherbereich überschreiten die Feinstaubmengen stark befahrener Straßen um ein Vielfaches.

Weiterführende Stichworte: Faires Zusammenleben , Feinstaub , Ignoranz , Raumtrennung , ...
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Der Irrtum:
Autos produzieren doch auch Feinstaub, da müsste man die Autos doch auch verbieten.
Die Wahrheit:
Man will das Rauchen nicht verbieten, weshalb sollte man Autos verbieten.

Aktive Nichtraucher engagieren sich lediglich gegen den Tabakrauch, Kritiker des Autos können sich selbstverständlich gegen den Schadstoffausstoß von Autos engagieren.
Es ist aber Heuchlerisch das Auto zu erwähnen, wenn man eigentlich nichts gegen die Luftverschmutzung durch das Auto tun will. Wie sollte eine Schadstoffquelle eine andere zusätzliche Quelle rechtfertigen?

Autos fahren draußen auf der Straße, deshalb verteilt sich der Feinstaub in der Atmosphäre. Raucher rauchen im Lokal, dort konzentriert sich der Feinstaub. Rauchen können also dort rauchen wo die Autos fahren, auf der Straße, und alles ist gut.


Weiterführende Stichworte: Autos , Feinstaub , Schadstoffe , ...
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Der Irrtum:
Es gibt Filteranlagen mit denen man alle schädlichen Stoffe aus der Atemluft entfernen kann.
Die Wahrheit:
Derzeit gibt es keine technischen Möglichkeiten, die für eine ausreichend gute Luftqualität sorgen. Höchstzulässige Grenzen für Feinstaub im Innenraum sind außerdem gesetzlich nicht festgelegt.

Der Grenzwert für Feinstaub in der Außenluft beträgt für relativ große Teilchen (=PM10) 40 µg/m³. Das darf nicht öfter als 25 Mal im Jahr überschritten werden. In Raucherräumen werden diese Werte schon durch wenige Zigaretten überschritten. Der Feinstaub der auch die tiefen Atemwege erreicht ist wesentlich kleiner (PM2.5) dafür gibt es derzeit keine gesetzlich festgelegte Grenzwerte.
Marktübliche Filteranlagen entfernen unter Anderem flüchtige organische Verbindungen (VOC). Die danach gemessenen Höchstwerte liegen in verrauchten Lokalen bei 80 µg/m³. Welche Werte für eine Dauerbelastung der Angestellten im Gastronomiebereich tolerabel wären ist nicht bekannt.


Link: Derzeit gibt es keine technische Lösung die einen funktionierenden Nichtraucherschutz garantieren kann.

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Filteranlagen , ...
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Der Irrtum:
Man kann Passivrauch auch durch Filteranlagen beseitigen.
Die Wahrheit:
Wiederholte Untersuchungen in Deutschland ergaben, dass durch technischen Nichtraucherschutz derzeit keine ausreichend gute Luftqualität erzielt werden kann.

Um die Luft in Lokalen mit Filteranlagen sauber zu halten wären Luftstromstärken notwendig die einem Orkan entsprächen. Das würde wohl kaum für ein angenehmes Klima im Lokal sorgen. Raucher würden sich auch nicht genau unter einen Staubsauger stellen wenn sie sich im Lokal aufhalten.

Selbst wenn man solche Geräte erfindet, müssten sie gewartet werden und kontrolliert werden. Die Einhaltung der Schadstoffgrenzen müsste kontrolliert werden. Bei 70.000 Lokalen in Österreich wäre das extrem kostenintensiv.

Manche Lokale könnten sich den Einbau dieser teuren Geräte nicht leisten. Dadurch wird es Lokale geben die keine Anlage besitzen und dürfen das Rauchen deshalb auch nicht erlauben. Eine neuerliche Wettbewerbsverzerrung wäre vorprogrammiert. Diesmal würden die kleinen Lokalbesitzer darunter leiden. Der Gast kann nicht unterscheiden welche Filteranlagen ausreichend sind. Das neuerliche Versagen des Nichtraucherschutzes wäre vorprogrammiert.

Wenn Raucher in Lokalen weiterhin hemmungslos rauchen entsteht dadurch auch keinerlei tabakpräventive Wirkung. Die Zahl der Rauchertoten bleibt unverändert.


Link: Derzeit gibt es keine technische Lösung die einen funktionierenden Nichtraucherschutz garantieren kann.

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Filteranlagen , Passivrauch , Tabakprävention , Wettbewerbsverzerrung , ...
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Der Irrtum:
Feinstaub gibt es auch in Schulen oder in der Kirche.
Die Wahrheit:
Feinstaub in anderen Bereichen ist ein Problem das man ebenfalls lösen muss.

Wie rechtfertigt das eine zusätzliche Belastung z.B. in der Gastronomie durch Tabakrauch?
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Feinstaub in einer Schule, oder in einer Kirche und dem Tabakrauch verursachten Feinstaub in einem Lokal.


Weiterführende Stichworte: Feinstaub , ...
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