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Stichwort: Passivrauch

Der Irrtum:
Jetzt gibt es ja eh die Raumtrennung, dadurch funktioniert es für alle gut.
Die Wahrheit:
Die Raumtrennung funktioniert nicht.

Niemand käme auf die Idee ein Konzert für klassische Musik neben einem Rockkonzert abzuhalten, niemand würde einen Rosengarten neben einem Misthaufen anlegen. Ähnlich unsinnig ist es, das Rauchen unmittelbar neben rauchfreien Räumen zu gestatten.

Die Raumtrennung bietet nachweislich keinen ausreichenden Schutz vor Feinstaub. In Bereichen die an Raucherräume angrenzen werden Feinstaubwerte gemessen, die höher sind als auf einer stark befahrenen Straße.

Eine Trennung schafft kein Miteinander. Man kann sich nicht durch eine Glaswand hindurch unterhalten.

In größeren Gruppen gibt es immer Raucher und Nichtraucher. Nahezu automatisch wählen solche Gruppen den Raucherraum, weil einige Raucher ihr vermeintliches Recht durchsetzen wollen. Das Recht der Nichtraucher auf saubere Luft wird dadurch weiterhin ignoriert.



Link: Feinstaubbelastung in Wiener Lokalen
Link: Getrennte Lokale bieten keinen ausreichenden Schutz vor Tabakrauch

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Passivrauch , Raumtrennung , Trennung , ...
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Der Irrtum:
Der überwiegende Teil der Bevölkerung möchte getrennte Räume
Die Wahrheit:
Der überwiegende Teil der Bevölkerung möchte vor Passivrauch geschützt werden.

Nein, der überwiegende Teil der Bevölkerung gibt an, dass er vor Passivrauch geschützt werden will. Die Trennung bietet keinen Schutz, sie ist lediglich eine Augenauswischerei.


Weiterführende Stichworte: Faires Zusammenleben , Passivrauch , Trennung , ...
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Der Irrtum:
Schäden durch Passivrauch sind wissenschaftlich nicht belegbar,
sogar die Zahlen der Statistiken gehen weit auseinander.
Die Wahrheit:
Verschiedene Statistiken kommen zu unterschiedlichen Zahlen,
aber alle Statistiken zeigen ganz deutlich, dass Passivrauch schädlich ist.


Viele Statistiken fanden einen klaren Zusammenhang zwischen Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs... und Passivrauch.
In den Ländern in denen ein Rauchverbot eingeführt wurde, sah man rasch ein Sinken der Todesfälle durch Herzinfarkt.
Da auch zuhause weniger geraucht wurde sanken auch schwere Asthmaanfälle bei Kindern von Rauchern.

Unterschiedliche Zahlen einzelner Länder ergeben sich durch unterschiedliche Anzahlen an Rauchern, unterschiedliche Schutzmaßnahmen vor Passivrauch und unterschiedliche Datengrundlagen für die Statistiken.
Die genauen Zahlen sind aber nicht von Bedeutung, es handelt sich schließlich um fremdverschuldete Todesfälle. Welche Anzahl an Todesfällen wäre da zu rechtfertigen?
Niemand hat das Recht durch rücksichtsloses Verhalten anderen ein Gesundheitsrisiko aufzuzwingen.


Weiterführende Stichworte: Andere Länder , Gesundheitsrisiko , Herzinfarkt , Passivrauch , Schädlichkeit , Schlaganfall , Wissenschaft , ...
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Der Irrtum:
Passivrauch ist harmlos, sonst wäre doch Hawelka nicht so alt geworden.
Die Wahrheit:
Das Alter einer bewusst ausgewählten Einzelperson beweist nichts.
Passivrauch wird in tausenden Studien als schädlich eingestuft.


Raucher berufen sich gerne auf eine Person, die ihren Wünschen entspricht. Der vorzeitige Tod durch Passivrauch ist eine statistische Tatsache. Die wenigen die von Passivrauch scheinbar nicht betroffen sind, werden in einer Statistik durch die Personen aufgewogen die deutlich zu früh versterben.

Genauso dümmlich könnte man argumentieren dass radioaktiver Fallout harmlos wäre, denn der Japaner Yamaguchi überlebte gleich 2 Atombomben und ist heute bereits 93 Jahre alt.


Link: Statistische Erkenntnisse lassen sich nicht durch einzelne Ereignisse widerlegen: Ein Japaner überlebte gleich 2 Atombomben.
Link: Das Krebsrisiko ist für Kellner erhöht.

Weiterführende Stichworte: Passivrauch , Statistik , Verharmlosung , ...
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Der Irrtum:
Passivrauch ist eine Erfindung der Nazis.
Die Wahrheit:
Passivrauch ist ein messbares Verbrennungsprodukt des Tabaks.

Die Schäden durch Passivrauch sind vielfach bewiesen und belegt worden. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler würde das heute noch in Frage stellen. Lediglich die Tabakindustrie und von ihr gekaufte Gefälligkeitsgutachten behaupten gelegentlich das Gegenteil.

Das Wort Passivrauch stammt vom deutschen Internist Fritz Lickint. Er verwendete es bereits seit Ende der 20er Jahre. Er war Sozialdemokrat, das Wort ist also keine Erfindung der Nazis. Allerdings ist die Wortwahl nicht sonderlich glücklich, Nichtraucher sind nicht gezwungen Tabakrauch passiv zu erdulden. Sie haben die Möglichkeit sich aktiv dagegen zu wehren, das gelingt am besten durch Schaffung guter Nichtraucherschutzgesetze.


Weiterführende Stichworte: Passivrauch , Schädlichkeit , ...
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Der Irrtum:
Wieso klammert ihr Alkohol aus?
Die Wahrheit:
Niemand klammert Alkohol oder andere Drogen aus,
aber jedes Problem ist unabhängig voneinander zu betrachten und zu lösen.


Alkohol ist ebenfalls eine Droge und gefährdet auch andere. Das Argument ist natürlich richtig, aber es wird oft lediglich zur Ablenkung missbraucht. Natürlich hat es unsere Zustimmung, wenn sich jemand gegen Probleme im Zusammenhang mit Alkohol engagieren möchte. Oft wird dieses Argument aber in dem Sinne verwendet, dass man das schwerwiegende Problem Tabakrauch ignorieren soll.

Tabakrauch führt zu einer wesentlich höheren Anzahl Todesfällen als Alkohol, Tabakrauch führt auch bei Passivrauchern zu Todesfällen. Nichtraucher werden durch Tabakrauch in ihrer Freiheit eingeschränkt. Kinder und Jugendliche werden zum Rauchen verführt. Genau dagegen wehren wir uns, deshalb konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf den Tabakrauch.


Weiterführende Stichworte: Ablenkung , Alkohol , Andere Probleme , Drogen , Ignoranz , Passivrauch , ...
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Der Irrtum:
Bisher hat es ja auch niemand gestört.
Die Wahrheit:
Bisher haben die Lügen der Tabakindustrie gut funktioniert.

Man hat gelogen, dass Tabakrauch nicht gesundheitsschädlich ist, das wurde widerlegt.
Man hat gelogen, dass Nikotin nicht süchtig macht, das wurde widerlegt.
Man lügt uns noch immer vor, dass Passivrauch nicht schädlich wäre.
Nachdem man das ebenfalls widerlegt hat ist es nun endlich an der Zeit sich dagegen zu wehren.


Link: Die Lügen der Tabakindustrie: Nikotin macht nicht süchtig.
Link: Die Lügen der Tabakindustrie: Rauchen in der Schwangerschaft schadet den Babies nicht.
Link: Zahlreiche Studien belegen, dass Passivrauch krank macht und tödlich sein kann.
Link: Passivrauch tötet weltweit etwa 600.000 Menschen

Weiterführende Stichworte: Gesundheitsrisiko , Lügen der Tabakindustrie , Nikotin , Passivrauch , Propaganda , Sucht , ...
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Der Irrtum:
Passivrauch ist ein Märchen, es gibt keinen einzigen Passivrauchtoten der namentlich genannt werden könnte.
Die Wahrheit:
Passivrauch fordert jährlich weltweit 600.000 Todesfälle. Diese Todesfälle lassen sich lediglich statistisch beweisen.

Erkrankungen und Todesfälle durch Passivrauch lassen sich nicht einer einzigen möglichen Ursache zuordnen.
Sie können aber durch eine statistische Erhöhung der Krankheits- oder Todesfälle gegenüber einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe nachgewiesen werden, die nicht dem Passivrauch ausgesetzt ist. Damit ist aber eine namentliche Zuordnung nicht möglich.

Könnte man einzelne Todesfälle namentlich zuordnen die in Österreich durch Tschernobyl entstanden sind?
Könnte man das bei den Todesfällen die durch krebserregende Nahrungszusatzstoffe und Farbstoffe entstanden sind?

Würde die Gefährlichkeit anderer krebserregender Stoffe irgendein ernstzunehmender Wissenschaftler trotzdem bezweifeln?



Weiterführende Stichworte: Passivrauch , Statistik , Verharmlosung , ...
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Der Irrtum:
Passivrauch ist harmlos.
Die Wahrheit:
Passivrauch ist schädlich.

Alle fortschrittlichen Länder sind der Meinung Passivrauch ist schädlich.
Nahezu alle Wissenschaftler sagen Passivrauch ist schädlich.
Nahezu alle Politiker sagen Passivrauch ist schädlich.
Die Tabakindustrie selbst sagt Passivrauch ist schädlich.

Aber es gibt auch immer wieder Geisterfahrer die denken, dass alle anderen in die falsche Richtung fahren.


Weiterführende Stichworte: Passivrauch , Verharmlosung , ...
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Der Irrtum:
Tabaklobbyismus gibt es nicht, das ist eine Verschwörungstheorie.
Die Wahrheit:
Tabaklobbyismus beeinflusst die öffentliche Meinung und die Entscheidungen der Politiker stark.

Tabaklobbyismus wird von der Tabakindustrie gesteuert, willige Erfüllungsgehilfen sind die Gastwirte, ihre Vertreter, Medien und manche Politiker.

Ganz bewusst wird behauptet dass Passivrauch harmlos ist und Studien dazu schwache Wissenschaft.

Eine bekannte Strategie nennt sich Auge um Auge. Sie beschreibt z.B. die Technik die in Internetforen angewandt wird: Auf jedes Posting wird sofort eine Erwiderung geschrieben.
Weitere beliebte Strategien sind:
- Ablenkung (z.B. durch Vergleiche mit dem Auto, oder den Schadstoffen der Industrie)
- Verweise auf andere Gesundheitsrisiken
- Darstellung von wissenschaftlichen Tatsachen als große Verschwörung (z.B. der WHO, Pharmaindustrie...) oder als Junk Science (Pseudowissenschaft)


Link: Philip Morris entwickelte einen Plan um gezielt die Öffentlichkeit zu täuschen.

Weiterführende Stichworte: Lobbyismus , Passivrauch , Politik , Tabaklobbyismus , Tabakpolitik , ...
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Der Irrtum:
Man kann Schäden durch Passivrauch nicht nachweisen.
Die Wahrheit:
Man kann Schäden durch Passivrauch sehr wohl nachweisen.

Tabakrauch hat bestimmte krebserregende Substanzen und erzeugt dadurch ein bestimmtes Muster an Schäden der Erbsubstanz. Durch Tabakrauch verursachter Lungenkrebs unterscheidet sich also von Lungenkrebs der durch andere Chemikalien oder Strahlen verursacht wird.
Der Nachweis ist also möglich, zurzeit aber sehr teuer und arbeitsaufwändig.

Der statistische Nachweis ist wesentlich einfacher möglich, er wurde bereits in zahlreichen Studien geführt.


Link: Lungenkrebs von Rauchern und Lungenkrebs von Nichtrauchern weisen Unterschiede im Zellerbgut auf
Link: Auch Passivrauchen schädigt das Gen p53, welches Tumoren unterdrücken kann.

Weiterführende Stichworte: Lungenkrebs , Passivrauch , Statistik , ...
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Der Irrtum:
Man kann Passivrauch auch durch Filteranlagen beseitigen.
Die Wahrheit:
Wiederholte Untersuchungen in Deutschland ergaben, dass durch technischen Nichtraucherschutz derzeit keine ausreichend gute Luftqualität erzielt werden kann.

Um die Luft in Lokalen mit Filteranlagen sauber zu halten wären Luftstromstärken notwendig die einem Orkan entsprächen. Das würde wohl kaum für ein angenehmes Klima im Lokal sorgen. Raucher würden sich auch nicht genau unter einen Staubsauger stellen wenn sie sich im Lokal aufhalten.

Selbst wenn man solche Geräte erfindet, müssten sie gewartet werden und kontrolliert werden. Die Einhaltung der Schadstoffgrenzen müsste kontrolliert werden. Bei 70.000 Lokalen in Österreich wäre das extrem kostenintensiv.

Manche Lokale könnten sich den Einbau dieser teuren Geräte nicht leisten. Dadurch wird es Lokale geben die keine Anlage besitzen und dürfen das Rauchen deshalb auch nicht erlauben. Eine neuerliche Wettbewerbsverzerrung wäre vorprogrammiert. Diesmal würden die kleinen Lokalbesitzer darunter leiden. Der Gast kann nicht unterscheiden welche Filteranlagen ausreichend sind. Das neuerliche Versagen des Nichtraucherschutzes wäre vorprogrammiert.

Wenn Raucher in Lokalen weiterhin hemmungslos rauchen entsteht dadurch auch keinerlei tabakpräventive Wirkung. Die Zahl der Rauchertoten bleibt unverändert.


Link: Derzeit gibt es keine technische Lösung die einen funktionierenden Nichtraucherschutz garantieren kann.

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Filteranlagen , Passivrauch , Tabakprävention , Wettbewerbsverzerrung , ...
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