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Stichwort: Gesetz

Der Irrtum:
Wir haben bereits ein Tabakgesetz. Genügt nicht auch das Gesetz so wie wir es jetzt haben?
Die Wahrheit:
Das Gesetz genügt offensichtlich nicht.

Das Gesetz wird noch immer weitgehend ignoriert, viele Lokale erlauben das Rauchen weiterhin illegal.

Auch in den Lokalen in denen die Raumtrennung durchgeführt wurde funktioniert der Nichtraucherschutz oft nicht. Die Tür zwischen den Bereichen steht oft offen. Der Nichtraucherraum ist oft der unattraktivere Raum.

Ein Gesetz mit zahlreichen undurchsichtigen Ausnahmen kann nur schwer exekutiert werden.

Kontrollen durch Behörden sind nicht vorgesehen. Anzeigen durch die Gäste sind ein denkbar schlechter Kontrollmechanismus. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich das Opfer einer unfairen Lösung auch noch selbst um die Einhaltung der Gesetze kümmern muss.


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Der Irrtum:
Warum muss es immer gleich ein totales Verbot sein?
Die Wahrheit:
Wir brauchen zumindest ein weitreichendes Verbot mit einfachen klaren Regeln, denn bisher war das Gesetz fast wirkungslos.


Minister Stöger hat versprochen, dass durch das Gesetz Nichtrauchen zur Norm wird, in den meisten Lokalen ist aber noch immer das Rauchen erlaubt.

Die Länder die sich für ein behördlich kontrolliertes und exekutiertes generelles Rauchverbot entschieden haben, tun sich wesentlich leichter mit der Durchsetzung des Gesetzes. Unser Gesetz ist aufgrund zahlreicher Ausnahmen undurchsichtig und nur schwer kontrollierbar.

In diesen Ländern sinkt nach einer gewissen Zeit auch die Anzahl der Raucher. So sank die Zahl der Raucher in New York seit Einführung des Rauchverbots von 21,6% auf 6,9%. Die Lebennserwartung in New York stieg in diesem Zeitraum deutlich an.

Die Anzahl an rauchenden Kindern und Jugendlichen ist in Österreich aber noch immer so extrem wie zuvor.


Link: Seit der Einführung weitreichender Rauchverbote sank die Zahl der Raucher in New York von 21,5% auf 6,9%.
Link: Seit Einführung des Rauchverbots stieg die Lebenserwartung in New York deutlich an.
Link: Die Maßnahmen bezüglich Nichtraucherschutz und Tabakprävention in New York zeigen bereits einen deutlichen Erfolg

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Der Irrtum:
Ein generelles Rauchverbot ist unnötig.
Die Wahrheit:
Ein generelles Rauchverbot ist eine einfache und faire Lösung

Durch ein generelles Rauchverbot ist das Gesetz für alle klar formuliert. Es ist deshalb einfacher zu überwachen.
Zahlreiche Ausnahmen machen das Gesetz für Gäste undurchsichtig, und für die Behörden ist es schwieriger zu exekutieren.

Durch ein generelles Verbot werden Nichtraucher und das Personal am besten geschützt.
Die katastrophale Vorbildwirkung der Raucher auf Kinder und Jugendliche fällt weg.

Ein generelles Rauchverbot funktioniert problemlos und wird nach kurzer Zeit von der Bevölkerung akzeptiert, das zeigt inzwischen die Erfahrung zahlreicher Länder.


Link: Das neu eingeführte Rauchverbot in Spanien funktioniert (Jänner 2010)

Weiterführende Stichworte: Andere Länder , Ausnahmen im Tabakgesetz , Generelles Rauchverbot , Gesetz , Nichtraucherschutz , Tabakgesetz , Tabakprävention , Vorbildwirkung , ...
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Der Irrtum:
Nichtraucherschützer sind Denunzianten und Blockwarte.
Die Wahrheit:
Das Gesetz sieht keinen Schutz durch kontrollierende Behörden vor.


Viele Lokalbesitzer lassen die Gäste in ihrem Lokal einfach weiterrauchen. Einige Nichtraucherschützer haben deshalb die Aufgabe der Kontrolle übernommen. Es geht darum einen Missstand aufzuzeigen, es geht darum das Versagen der Behörden und des Gesetzes aufzuzeigen.

Schweigt man, so wird behauptet es passt ja eh alles. Wehrt man sich gegen eine unfaire Situation, dann wird man als Denunziant beschimpft und verleumdet. Das war der perfekte Trick um dieses Gesetz wirkungslos zu machen. Es braucht also viel Zivilcourage, diese Aufgabe trotzdem zu übernehmen.


Weiterführende Stichworte: Blockwart , Denunziant , Gesetz , Tabakgesetz , ...
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Der Irrtum:
Andere Drogen sind viel gefährlicher.
Die Wahrheit:
Die meisten Drogen werden bereits im Gesetz ausreichend behandelt.

In Österreich gibt es etwa 200 Todesfälle durch verbotene Drogen, aber es gibt mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle durch aktives Rauchen und mehr als 1000 fremdverschuldete Todesfälle durch passives Rauchen. Tabakprodukte werden offensichtlich noch nicht ausreichend im Gesetz behandelt.


Weiterführende Stichworte: Drogen , Gesetz , Todesfälle durch das Rauchen , ...
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Der Irrtum:
Wir sind gegen dieses Denunziantentum.
Die Wahrheit:
Nichtraucher stehen in unfairer Weise vor der Wahl einen Verstoß gegen das Tabakgesetz zu akzeptieren oder selbst eine Anzeige durchzuführen. Das ist nicht akzeptabel.

Es gibt keine Behörde die als direktes Kontrollorgan zuständig wäre. Strafen werden erst dann ausgesprochen, wenn eine Anzeige erfolgte. Diese Gesetzgebung wurde von der WKO und der damaligen Ministerin Dr. Kdolsky verhandelt. Jedoch gerade diese Leute sprechen nun von sendungsbewussten Denunzianten. Das legt den Verdacht nahe, dass man bewusst ein funktionsloses Gesetz schaffen wollte.

Der Trick ist leicht durchschaubar, die Propagandaorgane der Raucherlobby missbrauchen gezielt diese Regelung. Man wirft Personen die sich zu Anzeigen entschließen vor, dass sie Denunzianten sind und damit moralisch verwerflich. Macht man aber als Nichtraucher von seinem Recht keinen Gebrauch, so wird frech behauptet, dass es kaum Anzeigen gibt und deshalb eh alle mit den Gesetz zufrieden wären.

Nichtraucherschützer wehrten sich in zahlreichen Briefen gegen diese Anzeigenregelung. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich die Leidtragenden selbst um die Einhaltung der Gesetze kümmern müssen. Gerade in dieser wichtigen Angelegenheit drückt sich die Politik feige vor ihrer Verantwortung.


Link: Komm.Rat Hinterleitner, der Obmann des Fachverbandes Gastronomie, spricht von von wichtigtuerischen Denunzianten
Link: Exminister Kdolsky spricht von sendungsbewussten Denunzianten

Weiterführende Stichworte: Anzeigen , Blockwart , Denunziant , Denunziantentum , Gesetz , Kontrollen , Politik , Zufriedenheit , ...
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Der Irrtum:
Aggression, Gewalt und Beleidigungen gegen Nichtraucherschützer sind gerechtfertigt und selbstverschuldet.
Die Wahrheit:
Ist Aggression gegen vernünftige Argumente je gerechtfertigt?

Wie ist die Arbeit von Tabaklobbyisten zu sehen?

Man macht Kinder und Jugendliche durch die katastrophale Vorbildwirkung falscher Idole gezielt süchtig.
Man verhindert eine sinnvolle Gesetzgebung.
Österreich hinkt vielen Ländern im Nichtraucherschutz um 10 Jahre hinterher.
Das bedeutet 10 x 10.000 vorzeitige Todesfälle bei Rauchern.
Wie ist das zu rechtfertigen?


Weiterführende Stichworte: Aggression , Beleidigungen , Gesetz , Gewalt , Lobbyismus , Todesfälle durch das Rauchen , ...
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Der Irrtum:
Raucher wollen rauchen. Man kann auf Dauer nicht gegen das Volk regieren.
Die Wahrheit:
Im Augenblick wird der Wille der Mehrheit ignoriert. Etwa 70% sind Nichtraucher, es ist doch äußerst unwahrscheinlich, dass die den Geruch des Tabakrauchs gut heißen.

Trotzdem scheint es so noch immer so, als ob das Rauchen die Normalität wäre.
Trotzdem denken viele Nichtraucher, dass Sie den Rauch einfach erdulden müssten.
Ohne massive Information geht es also nicht. Das haben einige Länder gezeigt, in denen es bereits gut funktioniert. Sobald die Leute den Sinn und Nutzen verstehen, ändert sich sehr rasch etwas.

Die STVO funktioniert beispielsweise bei uns ganz gut, kein vernünftiger Mensch würde sich die Aufhebung aller Parkverbote oder aller Geschwindigkeitsbegrenzungen wünschen.
Erst wenn das Tabakgesetz bei uns so ebenso gut funktioniert wie die StVO, und die Akzeptanz ähnlich hoch sind wir am Ziel.



Weiterführende Stichworte: Akzeptanz , Gesetz , Minderheit - Mehrheit , Nomalität , Tabakgesetz , ...
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Der Irrtum:
Ein Rauchverbot kriminalisiert die Raucher.
Die Wahrheit:
Ein Gesetz allein kriminalisiert natürlich niemand. Die Übertretung des Rauchverbots ist kein strafrechtlicher Tatbestand, sondern würde lediglich eine Verwaltungsstrafe nach sich ziehen.

Diese Behauptung ist etwa so unsinnig wie wenn man behaupten würde, ein Parkverbot kriminalisiere die Autofahrer. Sinnvolle Gesetze sollten schlicht eingehalten werden.



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Der Irrtum:
Die Einhaltung des Tabakgesetzes funktioniert nicht, dann braucht man das Gesetz gleich gar nicht.
Die Wahrheit:
Würde man alle Gesetze abschaffen, die gelegentlich nicht eingehalten werden, dann müsste man den Rechtsstaat abschaffen.

Die Einhaltung des Gesetzes funktioniert deshalb nicht, weil das Gesetz zahnlos ist. Kontrollen durch die Bürger funktionieren nicht, weil es nicht zumutbar ist, dass man den Wirt, bei dem man etwas konsumieren möchte anzeigt. Danach wäre es wohl kaum wahrscheinlich, dass man freundlich bedient wird.

Die Raucher die man anzeigen müsste sind meist Freunde und Bekannte, es ist kaum wahrscheinlich, dass Nichtraucher die sich belästigt fühlen ihr soziales Umfeld anzeigen. Das Gesetz wurde bewusst so gemacht, dass es unnütz ist. Das heißt aber nicht, dass dieses Gesetz abgeschafft werden muss, sondern, dass wir ein neues, besseres Gesetz brauchen.


Weiterführende Stichworte: Anzeigen , Einhaltung des Tabakgesetzes , Gesetz , Kontrollen , ...
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