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Stichwort: Tabakprävention

Der Irrtum:
Ein generelles Rauchverbot ist unnötig.
Die Wahrheit:
Ein generelles Rauchverbot ist eine einfache und faire Lösung

Durch ein generelles Rauchverbot ist das Gesetz für alle klar formuliert. Es ist deshalb einfacher zu überwachen.
Zahlreiche Ausnahmen machen das Gesetz für Gäste undurchsichtig, und für die Behörden ist es schwieriger zu exekutieren.

Durch ein generelles Verbot werden Nichtraucher und das Personal am besten geschützt.
Die katastrophale Vorbildwirkung der Raucher auf Kinder und Jugendliche fällt weg.

Ein generelles Rauchverbot funktioniert problemlos und wird nach kurzer Zeit von der Bevölkerung akzeptiert, das zeigt inzwischen die Erfahrung zahlreicher Länder.


Link: Das neu eingeführte Rauchverbot in Spanien funktioniert (Jänner 2010)

Weiterführende Stichworte: Andere Länder , Ausnahmen im Tabakgesetz , Generelles Rauchverbot , Gesetz , Nichtraucherschutz , Tabakgesetz , Tabakprävention , Vorbildwirkung , ...
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Der Irrtum:
Ich bin gegen die Raucherhetze, hier findet ja eine Hexenjagd statt.
Die Wahrheit:
Unser Anliegen richtet sich lediglich gegen Tabakrauch und nicht gegen Raucher.

Raucher werden durch ein Rauchverbot ebenfalls geschützt. Viele Raucher versuchen mit dem Rauchen aufzuhören, schaffen es aber nicht. Nach einem generellen Rauchverbot ist der Ausstieg aber wesentlich leichter möglich, das zeigt die Erfahrung in zahlreichen Ländern. Der beste Schutz entsteht aber dadurch, dass Kinder und Jugendliche erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen.

Wir werden weiterhin gemeinsam die Kosten tragen, die durch das Rauchen verursacht werden. Schließlich ist Rauchen auch eine Sucht, und Sucht ist eine Krankheit.



Weiterführende Stichworte: Aufhören mit dem Rauchen , Kosten , Raucherhetze , Sucht , Tabakprävention , ...
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Der Irrtum:
Tabakrauch stört mich zwar, aber ich bin kein militanter Gegner.
Die Wahrheit:
Es ist unverständlich, dass Nichtraucherschutz mit dem Wort Militanz in Verbindung gebracht wird.


Tabakrauch tötet, Nichtraucherschutz schützt. Ist Gesundheit nicht schützenswert? Sind Kinder und Jugendliche nicht schützenswert wenn sie einem Suchtmittel ausgesetzt werden?

Durch Lobbyisten wird der ungehemmte Gebrauch eines nachweislich tödlichen Suchtmittels permanent verteidigt. Dafür wird verleumdet und gelogen, Fakten werden verdreht, Wissenschaftler werden diskreditiert, es wird ungehemmt beleidigt, die Gefährlichkeit wird geleugnet oder zumindest verharmlost.
Intelligente Menschen können selbst entscheiden welche Personen militant sind.



Weiterführende Stichworte: Militanz , Nichtraucherschutz , Sucht , Tabakprävention , Verharmlosung , Wissenschaft , ...
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Der Irrtum:
Da schiebt man immer Kinder und Jugendliche vor, das ist doch reine Heuchelei.
Die Wahrheit:
Die Zahl der jugendlichen Raucher in Österreich ist extrem. Nichtraucherschutz funktioniert noch nicht mal für Babies und Kinder.

Das durchschnittliche Einstiegsalter für Raucher liegt bei 12-13 Jahren. Erste Krebsfälle treten deshalb schon im jungen Erwachsenenalter auf. Tabakprävention (Vorbeugung vor dem Konsum dieses Suchtmittels) ist in Österreich noch weitgehend unbekannt.

Man darf Babys mit ins verrauchte Kaffeehaus nehmen, man darf ihnen den Qualm ins Gesicht blasen, man darf ihnen sogar Zigaretten überlassen, lediglich der Verkauf an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist verboten. Kinder und Jugendliche kommen immer noch problemlos an Zigaretten heran. Die extreme Anzahl an jungen Rauchern beweist es.

Oft ist das Rauchverhalten der Erwachsenen die Ursache für den frühen Einstieg der Jugendlichen. Es gibt aber keinerlei Bemühungen um die schlechte Vorbildwirkung der Erwachsenen zu unterbinden.

Wir können nicht verhindern, dass Kinder trotzdem mit dem Rauchen beginnen, aber ein Rauchverbot kann mithelfen, dass sich Kinder der Gefahr bewusst werden, die Tabakprodukte einfach haben. Klare Regeln an die sich sogar Erwachsene halten müssen helfen zu begreifen, dass Tabakprodukte nicht harmlos sind.

Jeder hat das Recht selbst die Entscheidung zu treffen ob er sich einem Suchtrisiko aussetzen will, vielen wird diese Entscheidung aber bereits im Kindesalter weggenommen. Kinder sind sich nicht bewusst, was es bedeutet süchtig zu sein. Trotzdem kommen die meisten Raucher schon in diesem Alter mit Tabakprodukten in Kontakt.


Weiterführende Stichworte: Einstiegsalter , Jugendliche , Kinder , Nikotinersatztherapie , Tabakprävention , ...
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Der Irrtum:
Wollt ihr denn alles verbieten?
Die Wahrheit:
Unsere Anliegen heißen Nichtraucherschutz und Tabakprävention.
Herbeigeredete Verbote in anderen Bereichen liegen nicht in unserem Interesse.


Rücksichtsloses Rauchen und Verletzung des Nichtraucherschutzes soll unterbunden werden. Die Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche soll minimiert werden. Tabak selbst soll nicht verboten werden.


Weiterführende Stichworte: Nichtraucherschutz , Sucht , Tabakprävention , Verbot , ...
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Der Irrtum:
Was hat ein Rauchverbot in Lokalen mit Tabakprävention zu tun, das schützt kein einziges Kind.
Die Wahrheit:
Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigt, dass ein Rauchverbot in Lokalen eine sehr effektive Maßnahme für die Tabakprävention darstellt.

In New York sank die Zahl der Raucher in weniger als 10 Jahren von 21,5% auf 6,9%.
Ähnlich Effekte zeigen sich in den skandinavischen Ländern, England, Italien...

Durch weitreichende Rauchverbote sehen Kinder, dass Tabakprodukte gefährlich sind, und dass es dafür ganz klare soziale Regeln gibt. Das ist ganz offensichtlich der beste Schutz für Kinder und Jugendliche, denn die fangen deshalb erst gar nicht mit dem Rauchen an. Das schützt also potentielle Raucher vor Sucht, Leiden und einem vorzeitigem Tod, und es hilft den Rauchern die es möchten beim Aufhören.


Link: Seit der Einführung weitreichender Rauchverbote sank die Zahl der Raucher in New York von 21,5% auf 6,9%.

Weiterführende Stichworte: Anzahl der Raucher , Tabakprävention , ...
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Der Irrtum:
Man kann Passivrauch auch durch Filteranlagen beseitigen.
Die Wahrheit:
Wiederholte Untersuchungen in Deutschland ergaben, dass durch technischen Nichtraucherschutz derzeit keine ausreichend gute Luftqualität erzielt werden kann.

Um die Luft in Lokalen mit Filteranlagen sauber zu halten wären Luftstromstärken notwendig die einem Orkan entsprächen. Das würde wohl kaum für ein angenehmes Klima im Lokal sorgen. Raucher würden sich auch nicht genau unter einen Staubsauger stellen wenn sie sich im Lokal aufhalten.

Selbst wenn man solche Geräte erfindet, müssten sie gewartet werden und kontrolliert werden. Die Einhaltung der Schadstoffgrenzen müsste kontrolliert werden. Bei 70.000 Lokalen in Österreich wäre das extrem kostenintensiv.

Manche Lokale könnten sich den Einbau dieser teuren Geräte nicht leisten. Dadurch wird es Lokale geben die keine Anlage besitzen und dürfen das Rauchen deshalb auch nicht erlauben. Eine neuerliche Wettbewerbsverzerrung wäre vorprogrammiert. Diesmal würden die kleinen Lokalbesitzer darunter leiden. Der Gast kann nicht unterscheiden welche Filteranlagen ausreichend sind. Das neuerliche Versagen des Nichtraucherschutzes wäre vorprogrammiert.

Wenn Raucher in Lokalen weiterhin hemmungslos rauchen entsteht dadurch auch keinerlei tabakpräventive Wirkung. Die Zahl der Rauchertoten bleibt unverändert.


Link: Derzeit gibt es keine technische Lösung die einen funktionierenden Nichtraucherschutz garantieren kann.

Weiterführende Stichworte: Feinstaub , Filteranlagen , Passivrauch , Tabakprävention , Wettbewerbsverzerrung , ...
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Der Irrtum:
Ein Rauchverbot in Lokalen hat nichts mit Tabakprävention zu tun. Ob jemand zum Raucher wird oder nicht entscheidet sich nicht erst in der Gastronomie sondern bereits viel früher.
Die Wahrheit:
Natürlich braucht es verschiedene Maßnahmen um die Tabaksucht erfolgreich einzudämmen. Aber gerade das Rauchverbot in Lokalen war in vielen Ländern ein entscheidender Schritt.

In Österreich werden Kinder und Jugendliche auf mehrfache Weise zum Rauchen animiert, gerade die Vorbildwirkung der Erwachsenen ist ein wichtiger Faktor ob Kinder später mit dem Rauchen beginnen oder nicht. Es ist nicht sonderlich glaubwürdig, wenn Erwachsene vor den Gefahren des Rauchens warnen, wenn sie nahezu überall rauchen dürfen.
Kinder dürfen in Österreich alle Raucherlokale aufsuchen, sie sehen also, dass das Rauchen überall sozial akzeptiert ist und betrachten es als etwas Normales, was man genauso tut wie Essen und Trinken.

Dass ein Rauchverbot in Lokalen viel bringt zeigt sich z.B. in New York, dort sank die Zahl der Raucher seither stark ab.


Weiterführende Stichworte: Akzeptanz , Kinder , Rauchverbot , Tabakprävention , Vorbildwirkung , ...
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Der Irrtum:
Schockbilder haben keine Wirkung auf Raucher.
Die Wahrheit:
Schockbilder haben eine tabakpräventive Wirkung auf Kinder und Jugendliche.

Schockbilder haben möglicherweise weniger Wirkung auf Raucher. Schon wenige Stunden ohne Nikotin vermindern die Aktivität des Furchtzentrums. Damit werden die entstehenden Emotionen beim Betrachten von Schockbildern möglicherweise durch die Entzugssymptome unterdrückt.

Kinder und Jugendliche haben aber noch keinen Suchtmechanismus, der die Wirkung der Bilder verblassen lässt. Sie würden durch die Bilder informiert, was sie nach einer Jahrzehnte langen Raucherkarriere zu erwarten hätten. Dieses Wissen würde viele Kinder abschrecken mit dem Rauchen zu beginnen.



Link: Raucher haben nach Nikotinverzicht weniger Angst.

Weiterführende Stichworte: Schockbilder , Tabakprävention , ...
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