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Stichwort: Rauchverbot

Der Irrtum:
Warum muss es immer gleich ein totales Verbot sein?
Die Wahrheit:
Wir brauchen zumindest ein weitreichendes Verbot mit einfachen klaren Regeln, denn bisher war das Gesetz fast wirkungslos.


Minister Stöger hat versprochen, dass durch das Gesetz Nichtrauchen zur Norm wird, in den meisten Lokalen ist aber noch immer das Rauchen erlaubt.

Die Länder die sich für ein behördlich kontrolliertes und exekutiertes generelles Rauchverbot entschieden haben, tun sich wesentlich leichter mit der Durchsetzung des Gesetzes. Unser Gesetz ist aufgrund zahlreicher Ausnahmen undurchsichtig und nur schwer kontrollierbar.

In diesen Ländern sinkt nach einer gewissen Zeit auch die Anzahl der Raucher. So sank die Zahl der Raucher in New York seit Einführung des Rauchverbots von 21,6% auf 6,9%. Die Lebennserwartung in New York stieg in diesem Zeitraum deutlich an.

Die Anzahl an rauchenden Kindern und Jugendlichen ist in Österreich aber noch immer so extrem wie zuvor.


Link: Seit der Einführung weitreichender Rauchverbote sank die Zahl der Raucher in New York von 21,5% auf 6,9%.
Link: Seit Einführung des Rauchverbots stieg die Lebenserwartung in New York deutlich an.
Link: Die Maßnahmen bezüglich Nichtraucherschutz und Tabakprävention in New York zeigen bereits einen deutlichen Erfolg

Weiterführende Stichworte: Gesetz , Rauchverbot , Tabakgesetz , ...
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Der Irrtum:
Man muss ja nicht dorthin gehen wo geraucht wird.
Die Wahrheit:
Tabakrauch ist noch immer allgegenwärtig.

Tabakrauch ist für Nichtraucher kaum zu vermeiden. Zahlreiche Lokale ignorieren noch immer das Rauchverbot. Das Personal dieser Lokale ist noch immer ständig dem Passivrauch ausgesetzt. Auch Nichtraucher müssen gelegentlich essen gehen, in Landgemeinden gibt es oft kein einziges Nichtraucherlokal. Gruppen mit Rauchern und Nichtrauchern suchen oft automatisch den Raucherraum auf. Bei Familienfeiern und Firmenfeiern kann man sich dem Gruppendruck nicht immer entziehen. Auch an Bushaltestellen, sogar in geschlossenen Wartehäuschen wird noch immer geraucht. Noch ist Rauchen in vielen Bereichen die Normalität. Dem müssen wir entschieden entgegen treten.


Weiterführende Stichworte: Familienfeiern , Firmenfeiern , Gruppendruck , Miteinander , Rauchverbot , ...
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Der Irrtum:
Wir wollen keine Raucherhetze.
Die Wahrheit:
Nichtraucherschutz schützt Raucher und Nichtraucher, das ist keine Raucherhetze.
Unsere Forderungen richten sich nur gegen den Rauch, nicht gegen die Raucher.


Politiker befürchten einen Stimmenverlust durch strenge Nichtraucherschutzgesetze. Jedoch die Mehrheit der Bevölkerung ist Nichtraucher, die Zustimmung zu einem Rauchverbot steigt nach der Einführung rasch an.

Eine Gesetzgebung die einen sinnvollen Nichtraucherschutz zum Ziel hat sehen wir als ein Zeichen für den Mut und Entschlossenheit einer Partei ein Problem zu lösen. Feige Gesetzgebung fördert die Unzufriedenheit und polarisiert die Bevölkerung, das führt zu unnötigen Streitereien und Verzögerungen.



Weiterführende Stichworte: Minderheit - Mehrheit , Politik , Raucherhetze , Rauchverbot , ...
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Der Irrtum:
Das Tabakgesetz steht für ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern und ein Klima in dem sich alle wohl fühlen.
Die Wahrheit:
Die derzeitige Gesetzgebung setzt auf Raumtrennung. Wie sollte durch eine Trennung das Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern gefördert werden?

Noch immer werden viele Nichtraucher durch den Rauch von den Lokalen ferngehalten. Durch ein generelles Rauchverbot ist ein Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern viel besser möglich. Raucher können kurz hinaus gehen um zu rauchen, das fuktioniert in vielen Ländern problemlos. Raucher und Nichtraucher können so gemeinsam im Lokal sitzen, essen und sich unterhalten. Saubere Luft schafft ein Klima in dem sich alle wohl fühlen.


Weiterführende Stichworte: Miteinander , Rauchverbot , Raumtrennung , Tabakgesetz , ...
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Der Irrtum:
Die anderen Länder rudern beim Rauchverbot eh auch schon wieder zurück.
Die Wahrheit:
Österreich kann nicht mehr zurück rudern. Es ist im Rauchverhalten, speziell bei Kindern und Jugendlichen, das traurige Schlusslicht.

Gerade in dem Land, das Österreich als Vorbild diente, in Spanien, hat man das Gesetz verschärft. Auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern wurden laufend Verschärfungen durchgeführt, weil es einfach nicht funktionierte.


Weiterführende Stichworte: Andere Länder , Rauchverbot , Tabakpolitik , ...
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Der Irrtum:
Die Nichtraucher und das geforderte generelle Rauchverbot sind schuld am Lokalsterben.
Die Wahrheit:
Ein Lokalsterben ist nicht zu erwarten, wenn es durch ein Rauchverbot zu Umsatzrückgängen kommen sollte wären allerdings die ausbleibenden Raucher schuld daran.

Viel Raucher sagen, sie würden Lokale nicht mehr so oft aufsuchen, wenn sie dort nicht rauchen dürfen. Die Sucht ist offensichtlich wichtiger als das Lokal. Wieso will man das nun den Nichtrauchern in die Schuhe schieben? Wenn den Rauchern die Wirte wirklich leidtun, dann könnten Sie ja weiterhin ihre Lokale aufsuchen.


Weiterführende Stichworte: Lokalsterben , Rauchverbot , Wirtesterben , ...
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Der Irrtum:
Rauchen ist ein Grundrecht, es liegt in der Entscheidung freier Bürger.
Die Wahrheit:
Rauchen steht dem Grundrecht auf Leben entgegen.

Grundrechte werden in der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten geregelt.
Artikel 2, Das Recht auf Leben: Das Recht jedes Menschen auf das Leben wird gesetzlich geschützt

Kellner und Minderjährige die dem Passivrauch ausgesetzt sind werden in Österreich nicht wirklich ausreichend geschützt. Durch ein Rauchverbot kann man aber diese Personengruppen problemlos schützen.

Auch das wird in den Grundrechten geregelt.
Artikel 8, Gebot der Achtung der Privatsphäre: Der Eingriff einer öffentlichen Behörde in die Ausübung dieses Rechts ist nur statthaft ... zum Schutze der Gesundheit...


Weiterführende Stichworte: Freiheit , Gesundheit , Grundrechte , Rauchverbot , ...
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Der Irrtum:
Rauchverbote schränken die Freiheit ein.
Was kommt als nächstes?
Die Wahrheit:
Ein Rauchverbot in Lokalen bedeutet vielleicht eine winzige Einschränkung für die Raucher, sie können aber trotzdem in jedes Lokal, nur zum Rauchen müssen sie kurz hinaus gehen.

Das Misshandeln von Kindern ist verboten, aber das ist keine wirkliche Einschränkung der erzieherischen Möglichkeiten der Eltern sondern bedeutet mehr Freiheit für die Kinder.
Parkverbote sind vielleicht eine kleine Einschränkung der Freiheit der Autofahrer, sie sind aber notwendig, damit der übrige Verkehr unbehindert funktioniert und wichtige Bereiche nicht verstellt werden
Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sicherheitsgurten sind vielleicht eine kleine Einschränkung der Freiheit der Autofahrer, sie haben aber schon vielen Menschen das Leben gerettet.

Natürlich muss man jedes Verbot kritisch überlegen, die Summe der gesellschaftlichen Freiheiten nimmt aber durch sinnvolle Verbote zu. Für Raucher bedeutet ein Rauchverbot vielleicht eine kleine Einschränkung der Freiheit, für Nichtraucher, Kinder und Jugendliche, chronisch Kranke, Schwangere bedeutet es aber viel mehr Freiheit. Durch ein Rauchverbot in Lokalen wird es für aufhörwillige Raucher leichter ihre Sucht zu überwinden. Das bedeutet Freiheit und rettet Menschenleben.


Weiterführende Stichworte: Freiheit , Rauchverbot , Verbot , ...
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Der Irrtum:
Generelle Rauchverbote sind Totalitarismus. Ein generelles Rauchverbot schränkt unverhältnismäßig die Freiheit von Menschen ein und ist daher willkürlich bzw. nicht zu verantworten.
Die Wahrheit:
Das Rauchen soll lediglich in den Bereichen verboten werden, wo andere geschädigt werden können. Wer möchte kann weiterhin rauchen.

Rauchverbote beschränken sich in den meisten Ländern auf öffentliche Gebäude, Arbeitsplätze, die Gastronomie und Außenbereiche die stark frequentiert sind. Die schädigende Wirkung von Tabakrauch hat sich in der Vergangenheit auf viele Lebensbereiche ausgedehnt. Das Ziel ist nun die Gefährdung der Menschen durch Passivrauch im öffentlichen Bereich zu verhindern. Die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche süchtig gemacht werden, wird so gleichzeitig verringert, da die schlechte Vorbildwirkung durch die Erwachsenen wegfällt.

Das Rauchen ist weiterhin in nahezu allen Außenbereichen und in privaten Bereichen erlaubt, das entspricht etwa 99% der Fläche Österreichs. Viele Menschen haben durch sinnvolle Rauchverbote Vorteile, Nachteile haben ausschließlich rücksichtslose Geschäftemacher. Andere Bereiche unserer Gesellschaft sind von so einem Verbot nicht betroffen. Hier von Totalitarismus zu sprechen ist lächerlich.


Weiterführende Stichworte: Generelles Rauchverbot , Rauchverbot , Totalitarismus , ...
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Der Irrtum:
Ein Rauchverbot in Lokalen hat nichts mit Tabakprävention zu tun. Ob jemand zum Raucher wird oder nicht entscheidet sich nicht erst in der Gastronomie sondern bereits viel früher.
Die Wahrheit:
Natürlich braucht es verschiedene Maßnahmen um die Tabaksucht erfolgreich einzudämmen. Aber gerade das Rauchverbot in Lokalen war in vielen Ländern ein entscheidender Schritt.

In Österreich werden Kinder und Jugendliche auf mehrfache Weise zum Rauchen animiert, gerade die Vorbildwirkung der Erwachsenen ist ein wichtiger Faktor ob Kinder später mit dem Rauchen beginnen oder nicht. Es ist nicht sonderlich glaubwürdig, wenn Erwachsene vor den Gefahren des Rauchens warnen, wenn sie nahezu überall rauchen dürfen.
Kinder dürfen in Österreich alle Raucherlokale aufsuchen, sie sehen also, dass das Rauchen überall sozial akzeptiert ist und betrachten es als etwas Normales, was man genauso tut wie Essen und Trinken.

Dass ein Rauchverbot in Lokalen viel bringt zeigt sich z.B. in New York, dort sank die Zahl der Raucher seither stark ab.


Weiterführende Stichworte: Akzeptanz , Kinder , Rauchverbot , Tabakprävention , Vorbildwirkung , ...
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