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Inhaltsstoffe des Tabakrauchs und ihre Wirkung auf den Körper

Nikotin

Nikotin ist psychoaktiv, es löst deshalb eine Sucht aus. Das Abhängigkeitspotential (=die Fähigkeit eine Abhängigkeit zu verursachen) ist vergleichbar mit der von Heroin. Die Abhängigkeit wird sehr stark durch Lernprozesse gefördert.

Nikotin wirkt aber auch toxisch (= giftig) auf zahlreiche Körperprozesse:

Nikotin verengt die Gefäße, beschleunigt den Herzschlag und steigert den Blutdruck. Langfristiger Missbrauch von Nikotin führt zu Gefäßschäden und damit zum Herzinfarkt, Schlaganfall, Impotenz, Erblindung oder zum Absterben einer Extremität (=Gangrän, paVk). Nikotin stimuliert die Bildung von Magensäure und fördert die Entstehung von Magengeschwüren.

Der Raucher nimmt mit dem Rauch nur einen Teil des Nikotins auf. Kleinkinder verschlucken aber manchmal Zigarettenstummel. Bereits ab 2 verschluckten Zigaretten kann es zu schweren Vergiftungen kommen, die gelegentlich auch tödlich für das Kind enden.

Krebserregende Substanzen

Krebserregende Substanzen verändern das Erbmaterial der Zelle, die Schäden sind lange Zeit symptomlos. Diese genetischen Veränderungen sind sowohl beim Raucher als auch beim Passivraucher nachweisbar.

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Durch eine Häufung zahlreicher Schäden entstehen schließlich Zellveränderungen, die zu einem unkontrollierten Wachstum der Zelle und zu einem Funktionsverlust der Zelle führen (Krebs). Krebs führt zu einer Zerstörung des Gewebes und zur Aussaat und Ansiedelung dieser Zellen (Metastasen). Lungenkrebs wird häufig erst dann erkannt, wenn die Heilungsaussichten nur mehr gering sind.

Ein hoher Prozentsatz der Lungenkrebsfälle wird durch radioaktives Polonium verursacht. Die Tabakpflanze nimmt Polonium über ihre Blatthaare auf. Die Strahlenmenge durch Polonium verursacht bei starken Rauchern eine Strahlenbelastung der Bronchien, die ungefähr einer Strahlenbelastung von 250 Röntgenaufnahmen der Lunge mit modernen Geräten entspricht.

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Es gibt keine lineare Beziehung zwischen der Menge an krebserregenden Substanzen die eine Einzelperson aufnehmen muss, damit Krebs entsteht. Krebs entsteht durch zufällige Veränderungen an den Zellen, die Wahrscheinlichkeit (das stochastische Risiko) Krebs zu bekommen steigt mit jeder gerauchten Zigarette. Es gibt Personen die bereits in ihren 30ern an Krebs erkranken, andere sind mit 100 noch weitgehend gesund. Schlussendlich sind Rauch und natürlich auch Passivrauch vergleichbar mit der Kugel in einem russischen Roulette: Sie trifft Sie oder auch nicht, besser Sie spielen erst gar nicht.

Reizende Substanzen und Feinstaub

Reizende Substanzen verändern die Schleimhaut der Atemwege. Das reinigende System (Flimmerhärchen) wird geschädigt. Dadurch werden die Schadstoffe im Zigarettenrauch nicht mehr aus den Atemwegen entfernt, sie können besonders lange anhaltend die Schleimhaut schädigen. Die Folgen sind Husten und vermehrte Schleimsekretion, aber auch gehäufte Infekte.

Rauch verhält sich nicht wie Wasserdampf, er ist ein sogenanntes Aerosol. Er besteht nicht nur aus gasförmigen Substanzen sondern auch flüssigen Teilchen und aus Feinstaub. Feinstaub besteht aus kleinsten Teilchen die unabhängig von der chemischen Zusammensetzung zusätzlich reizend sind. Gerade besonders feiner Feinstaub (Ultrafeinstaub) hat die Fähigkeit bis in die kleinsten Äste der Lunge und in die Lungenbläschen zu dringen.

Feinstaub und andere reizende Substanzen verursachen dort entzündliche Veränderungen. Das führt zu chronischer Bronchitis, Verengungen der Atemwege (COPD) und schließlich zu einer Blählunge (Lungenemphysem).

Bei Asthmatikern bewirken die Reizstoffe einen Krampf der Bronchialmuskulatur, die Atemwege verengen sich, zäher Schleim wird gebildet. Der Patient verspürt quälende Atemnot und kann daran ersticken.

Der chronische Reiz auf die Zellen der Bronchien fördert zusätzlich die Entstehung von Tumoren.

Weitere Inhaltsstoffe

Kohlenmonoxid und Blausäure behindern den Sauerstofftransport und die Verwendung des Sauerstoffs in der Zelle, das führt bei starken Rauchern zu einer verminderten Leistung, Konzentrationsstörungen und bei körperlicher Belastung zu einer Atemnot.