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Schäden durch Passivrauch

Beim Rauchen atmet der Raucher nur einen kleinen Teil des Rauchs ein, der überwiegende Teil des Rauchs (der sogenannte Nebenstromrauch) gelangt in die Raumluft. Er wird sowohl von Rauchern als auch von Nichtrauchern eingeatmet.

In Österreich ist Passivrauch nahezu unvermeidbar, die Gesetze schützen Nichtraucher nur unzureichend. Der überwiegende Teil der Lokalbesitzer ignoriert zudem die Gesetze.

Passivrauch verursacht ebenfalls Schäden an der Gesundheit. Diese Schäden sind zwar geringer, aber trotzdem durch epidemiologische Studien eindeutig nachzuweisen. Wenn sich Raucher selbst schädigen, dann ist das zwar bedauerlich, liegt aber in der eigenen Verantwortung des Rauchers. Schäden durch Passivrauch an andern Personen sind jedoch fremdverschuldet, und damit nicht akzeptabel. Es liegt deshalb ebenfalls in der Verantwortung des Rauchers Nichtraucher vor Tabakrauch zu schützen.

Schäden bei Erwachsenen:

Genetische Veränderungen

Bereits kleinste Mengen bergen das Risiko von genetischen Veränderungen, dadurch können Lungenkarzinome aber auch andere Tumoren(z.B. Blasenkrebs, Brustkrebs…) entstehen. Die Schäden entstehen entsprechend einer Zufallsverteilung, viel Passivrauch erhöht das Risiko zu erkranken, es gibt aber keine geringfügige Menge unterhalb der keine Schäden zu erwarten wären.

An den Atemwegen

Reizung der Atemwege und Husten COPD (sogenannter Raucherhusten mit Verengung der Atemwege)
Lungenemphysem (Blählunge)
akute Asthmaanfälle
wiederkehrende Infekte (Mittelohrentzündungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Lungenentzündungen)

Am Gefäßsystem

Arterienverhärtung (Arteriosklerose) und nachfolgende Erkrankungen wie Herzinfarkt und Angina pectoris, Schlaganfall

Schäden bei Kindern:

Krebs

Der kindliche Organismus wächst, Schäden wirken sich deshalb besonders stark aus. Genetische Schäden werden an jede Zelle die aus einer geschädigten Zelle entsteht weitergegeben, dadurch entsteht eine Vielzahl an vorgeschädigten Zellen. Die Spätfolgen sind oft erst im Erwachsenenalter sichtbar: Lungenkrebs, Blasenkrebs, und auch andere Tumoren treten gehäuft auf.

Asthmaanfälle und Atemwegsinfektionen

Diese Erkrankungen treten bei Kindern in Raucherhaushalten deutlich häufiger auf.
Oft wird zusätzlich im Auto geraucht. Hier ist die Schadstoffkonzentration besonders hoch

Hyperaktivität und das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom treten häufiger auf.

Der Blutdruck ist bereits bei Kindern im Vorschulalter erhöht.

Schäden, wenn während der Schwangerschaft geraucht wird

Rauchen in der Schwangerschaft birgt für das werdende Kind ein deutlich erhöhtes Risiko,
dass es später am plötzlichen Kindstod versterben wird.

Die Frühgeburtsrate ist deutlich erhöht, damit sind zahlreiche mögliche Komplikationen im frühen Säuglingsalter verbunden
(Schäden an der Lunge, Hirnblutungen, unreifes Immunsystem…).