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Notwendige Maßnahmen zum Schutz der Kinder

Lösungsansätze gibt es reichlich, die Politik interessierte sich bisher nicht dafür. Es schmerzt, wenn der Staat noch nicht mal für die schutzbedürftigsten einen funktionierenden Schutz garantieren will.

Die beste Tabakprävention ergibt sich durch weitreichende Rauchverbote und massive Information. In Ländern mit funktionierenden Rauchverboten ist die Zahl der Raucher stark gesunken. So sank die Zahl der Raucher in New York von 21,6% im Jahr 2002 auf 6,9% heute. Informationskampagnen über die Gefahren des Rauchens müssen verpflichtend an allen Schulen durchgeführt werden. Rauchenden Schülern muss man Ausstiegshilfen anbieten.

Die Abgabe des Suchtmittels Nikotin an Minderjährige muss nahezu unmöglich werden. Einfache Maßnahmen sind: Verbot der Zigarettenautomaten, strenge Kontrollen der Trafikanten durch Testeinkäufe, Verbot der Weitergabe des Suchtmittels sowie die rasche Umsetzung der geplanten Maßnahmen der EU: Schockbilder auf der Zigarettenpackung, einheitliche Packungen, kein offen sichtbarer Verkauf von Tabakprodukten, denn gerade in einer Trafik werden auch Zeitschriften für Kinder und Jugendliche verkauft.

Die Schädigung von Kindern durch Passivrauch entspricht rechtlich einer Körperverletzung. Der Nachweis ist über das Tabakabbauprodukt Kotinin im Harn und in den Haaren zu führen. Die strafrechtliche Verfolgung ist aufgrund der gesetzlichen Situation bereits jetzt möglich, im Falle jeder anderen Körperverletzung würde das ein verantwortungsbewusster Bürger begrüßen. Jugendämter haben für Schädigung von Kindern durch Tabakrauch kein Beratungsangebot, auch Kinderärzte sind vermehrt zu sensibilisieren. Das Rauchen im Auto in Gegenwart von Kindern ist strikt zu untersagen.

In Einrichtungen die hauptsächlich für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen (Schulen, Kindergärten, Heime, Horte…) muss das Rauchen auch in den Außenbereichen verboten werden.

Der Zutritt zu Raucherbereichen muss für Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden.

Siehe auch: Tabakprävention und Jugendschutz